Aktuelle Meldungen

Mitgliederversammlung 2011

Einladung zur

Mitgliederversammlung mit Grünkohlessen

am Freitag, den 18.11.2011 um 19.30 Uhr im Hotel Börding! Anmeldungen (wichtig wegen der Essensbestellung) werden erbeten bei Chr. Rath (02583/4832, e-mail: rath.birkenhof@alice-dsl.net) oder Rolf Hartmann (02583/303747, ulrich-rolf.hartmann@t-online.de bis zum 14.11.2011 oder an unserem Stand auf dem Allerheiligenmarkt!

Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Totenehrung
3. Grünkohlessen
4. Fragen zur Tagesordnung
5. Jahresrückblick
6. Kassenbericht
7. Kassenprüfungsbericht
8. Entlastung des Vorstandes
9. Aussprache
10. Wahlen
11. kommende Aktionen
12. Film: „Warendorf in den
Nachkriegsjahren 1949-1951“
13. Verschiedenes

Zu Pkt. 9: Zur Abstimmung steht eine Beitragserhöhung von 11,00 auf 15,00 Euro pro Jahr.

Begründung: Im Dezember (rechtzeitig vor Weihnachten) wird der 3. Band "Sassenberger Häuser" erscheinen. Die drei hochwertigen Bände haben das Konto des Heimatvereins erwartungsgemäß stark belastet, was uns auch dazu zwingt, den Jahresbeitrag 2012 schon im Januar statt wie üblich im April einzuziehen. In den vergangenen Jahren kam aus den Reihen der Vereinsmitglieder mehrfach die Anregung, dass auch die Mitglieder eine geringe Zuzahlung zu den Büchern leisten sollten. Diese Anregung hat der Vorstand jetzt aufgegriffen und will als einfachste Lösung der Versammlung die genannte Beitragserhöhung vorschlagen.

 

Stellungnahme zum Scheffergelände

Der Vorsitzende Christian Rath gab auf der Mitgliederversammlung des Vereins am 20.11.2009 eine Stellungnahme des Vorstandes zum geplanten Einkaufszentrum auf dem Gelände an der Hessel zwischen v.-Galen-Straße und Hesselstraße ab Hier die Wiedergabe im Wortlaut:

Die Diskussion um das Gelände an der Hessel zwischen V.-Galen-Str. und Hesselstrasse, das Scheffer-Gelände, wird jedem hier im Saal bekannt sein. Im Namen des Heimatvereins haben sich die beiden Vorsitzenden - Rolf Hartmann und ich - gemeinsam mit dem Verein Stadtprojekt und dem Kulturverein in einem offenen Brief gegen das vorgestellte Konzept ausgesprochen, natürlich nach Absprache im Vorstand.

Es ist uns klar, dass wir damit wahrscheinlich nicht die Meinung jedes einzelnen Mitglieds vertreten, hoffen aber die große Mehrheit des Vereins zu repräsentieren.

Was wollen wir? Diese Frage im Detail zu beantworten ist nicht möglich, da wir keine Städteplaner in unseren Reihen haben, die ein umsetzbares Konzept auf die Beine stellen können.

Aber wir wissen, was wir nicht wollen. Wir wollen nicht, wie ein Ratsmitglied in der letzten Sitzung des Infrastrukturausschusses dem Heimatverein unterstellte, eine grüne Wiese. Es ist vollkommen klar, dass die Fläche wieder bebaut werden muß.

Wir wollen aber auch nicht ein seelenloses Einkaufszentrum, das anfänglich mit einer reinen Blechfassade geplant war.
Wir wollen nicht in der Hesselbiegung, einem der schönsten Flächen im Stadtzentrum, eine Parkplatzwüste mit einigen Baumscheiben als grünem Feigenblatt.
Wir wollen nicht ein riesiges Areal, das nach Geschäftsschluß verlassen da liegt und zu Vandalismus einlädt.
Wir wollen nicht, dass die Kastanienallee an der Hesselstraße auch nur zum Teil gefällt wird, was im Moment zwar wieder vom Tisch ist, aber auch schon mal zur Diskussion stand.

Wir fragen uns, wie das Einkaufzentrum mit dem erstellten Einzelhandelsgutachten vereinbar ist. Hier wird Sassenberg 1. eine gute Versorgungslage mit vielfältigem und differenziertem Angebot attestiert und 2. die Warengruppen Unterhaltungselektronik, Baumarktwaren und Kleidung als ausbaufähig beschrieben. Von den drei genannten Warengruppen ist lediglich der Bereich Kleidung durch eine Billigkette im Einkaufszentrum vertreten.

Wir fragen uns, warum sich benachbarte Kommunen gegenseitig die Kaufkraft abgraben müssen. In der letzten Ausschußsitzung bemerkte ein Mitglied, dass es ein hervorragendes Argument für das Einkaufszentrum sei, wenn Versmold sich jetzt schon über den drohenden Kaufkraftabzug aus Peckeloh beschwere.

Wir fragen uns, wie der jetzt schon dichte Verkehr auf Klingenhagen und v.-Galen-Str. geregelt werden soll. Neueste Planungen sehen eine – wörtlich – „behindertengerechte, intelligente Lichtsignalanlage“ vor. Zu deutsch: zwei Ampeln an der Einmündung Drostenstraße und im Einfahrtsbereich zum Einkaufzentrum mit Linksabbiegerspur. Malen Sie sich aus, zu was das führen wird. Kreispolizei und Straßenverkehrsamt sind von der Wirksamkeit überzeugt – wir nicht!
Und: wer bezahlt eigentlich diese Verkehrsmaßnahmen?
Erstaunlich ist auch, wie schnell solche Maßnahmen durchgewinkt werden, wenn man sich erinnert, wie lang es gedauert hat, bis lediglich ein Zebrastreifen bei der Parkapotheke aufs Pflaster gemalt wurde oder wie lange schon die Anwohner der Vohrener Str. und Christian-Rath-Str. auf eine kindgerechte Querung der Langefort warten.

Wir fragen uns, wohin eigentlich die Gewerbesteuern der im Einkaufzentrum angesiedelten Filialen fließt.

Es wird behauptet, eine Mischbebauung, also Gewerbe und Wohnen, würde sich nicht rentieren. Das kann ich nicht beurteilen. Vor einigen Jahren stand ein Gebiet zur Diskussion, in dem sehr exklusive Wohneinheiten hätten entstehen können, was damals vom Bürgermeister begrüßt wurde, da er einen Bedarf im gehobenen Management der Sassenberger Firmen sah. Warum soll nicht ein Bedarf an Wohnungen in einer so exklusiven Lage wie dem Hesselufer bestehen?

Seit ich im Heimatverein aktiv bin, bekomme ich mit, dass viele Bürger, darunter auch Ratsmitglieder, dem alten Sassenberger Ortsbild, das in den 60er und70er Jahren zerstört wurde, manche Träne nachweinen. Wenn jetzt z.T. von denselben Ratsmitgliedern ein Entwurf akzeptiert wird, der allein auf schnellen Profit getrimmt ist und auf das Ortsbild nicht die geringste Rücksicht nimmt, so waren diese Tränen wohl die eines Krokodils.
Meine Damen und Herren, es ist nach unserer Satzung Pflicht des Heimatvereins und damit seiner Mitglieder, sich zu Fragen und Entscheidungen, die das Ortsbild betreffen, zu äußern und ggf. Einspruch zu erheben. Das möchte ich mit diesen Ausführungen getan haben – entscheiden müssen andere!

Wir wollen nicht, dass Auswärtige auf die Frage, was ihnen an Sassenberg besonders gefällt, irgendwann antworten: Die Umgehungsstraße, die führt einen schnell daran vorbei!

Hinweis: Bilder zu Bauprojekten des Investors gibt es unter www.tb-industriebau.de "Referenzen"
 

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